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Ehrenamt im Bevölkerungsschutz

Warum es ohne Freiwillige nicht geht und wie Sie einsteigen können
20. Oktober 2026 durch
Gesellschaft für zivile Vorsorge

Wenn Feuerwehr, THW oder Sanitätsdienst ausrücken, sind meistens Ehrenamtliche im Einsatz. Menschen, die tagsüber im Büro, in der Werkstatt oder im Hörsaal sind und trotzdem kommen, wenn es darauf ankommt. Ohne sie ginge es nicht. Und mitmachen können mehr Menschen, als viele denken.

Ohne Ehrenamt kein Bevölkerungsschutz

Laut Bundesregierung wirken über 1,7 Millionen Menschen freiwillig im Zivil- und Katastrophenschutz mit. 90 Prozent aller Einsätze werden von Ehrenamtlichen getragen. Allein die Deutsche Jugendfeuerwehr zählt mehr als 380.000 Mitglieder (Stand 31.12.2025).

Sie brauchen keine Vorkenntnisse

Beim THW zum Beispiel sind laut Bundesregierung keine speziellen Vorkenntnisse gefordert. Alles Nötige lernen Sie in der Grundausbildung in Ihrem Ortsverband. Die Gruppen treffen sich regelmäßig am Abend oder am Wochenende, Ausbildung und persönliche Ausrüstung sind kostenlos. Geschlecht, Alter, Bildung, Beruf und Herkunft spielen keine Rolle.

Schon für Kinder und Jugendliche

  • THW-Jugend: für Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren. An Einsätzen nehmen sie noch nicht teil.
  • Kinderfeuerwehr: Einstieg meist mit 6 bis 8 Jahren.
  • Jugendfeuerwehr: Aufnahme in der Regel mit 8 bis 10 Jahren, mit 16 oder 18 geht es in die Einsatzabteilung. Die Altersgrenzen unterscheiden sich je nach Bundesland.

Bei den Hilfsorganisationen

Auch ASB, DRK, Johanniter, Malteser und DLRG bieten eigene Wege ins Ehrenamt. Was die einzelnen Organisationen ausmacht und wo Sie sich melden können, haben wir auf unserer Seite Hilfsorganisationen und Behörden zusammengestellt, jeweils mit Link zur offiziellen Seite.

Und was sagt der Job?

Beim THW wird das Gehalt während eines Einsatzes laut Bundesregierung wie gewohnt weitergezahlt. Alarmierungen können auch in die Arbeitszeit fallen. Wie es bei Ausbildung und Übungen aussieht, klären Sie am besten direkt mit der Organisation, die Sie interessiert.

Unternehmen, die mitziehen, werden übrigens gewürdigt: Mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ zeichnet das Bundesinnenministerium seit 2009 jährlich Ideen und Konzepte aus, darunter auch Unternehmen und Einrichtungen, die das Ehrenamt ihrer Mitarbeitenden vorbildlich unterstützen.

Im Notfall zählt jede Minute. Wählen Sie bei Lebensgefahr sofort die 112 (Polizei: 110). Dieser Beitrag ersetzt keine Erste-Hilfe-Ausbildung.

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Quellen

Titelbild: Technisches Hilfswerk (THW), Fachgruppe Elektroversorgung, via Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0, verkleinert

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