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Überblick

Hilfsorganisationen und Behörden: wer im Notfall hilft

Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Hilfsorganisationen arbeiten zusammen, damit Ihnen im Notfall schnell geholfen wird. Hier stellen wir sie kurz vor, mit dem, was Sie über sie wissen sollten, und dem Weg zur offiziellen Seite.

Notrufnummern

  • 112Feuerwehr und Rettungsdienst
  • 110Polizei

Über 1,7 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland freiwillig im Zivil- und Katastrophenschutz. Quelle: Bundesregierung

Behörden und Hilfsorganisationen

Wer was macht

Filtern Sie nach dem, was Sie interessiert. Alle Angaben stammen von den offiziellen Websites der Organisationen und sind dort verlinkt. Zahlen nennen wir so, wie die Organisation sie veröffentlicht. Stand: Oktober 2026.

  • Polizeien des Bundes und der Länder · Notruf 110

    Polizei

    Die Polizei schützt vor Kriminalität und verfolgt Straftaten. Im Notfall erreichen Sie sie rund um die Uhr über die 110. Vorbeugen gehört dabei zu ihren wichtigsten Aufgaben.

    Das sollten Sie wissen
    • Bund und Länder bieten gemeinsam das Programm Polizeiliche Kriminalprävention (ProPK) an. Koordiniert wird es vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg.
    • Auf polizei-beratung.de finden Sie Tipps zu Betrug, Einbruch, Gefahren im Internet und Gewalt, dazu kostenlose Broschüren zum Herunterladen oder Bestellen.
    • Wer Opfer einer Straftat geworden ist, findet dort Informationen zu den eigenen Rechten und zum Strafverfahren sowie eine Suche nach Beratungsstellen.
    • Für Jugendliche gibt es das eigene Angebot polizeifuerdich.de.

    Quelle: polizei-beratung.de, Über uns

  • Polizei des Bundes · seit 1951

    Bundespolizei

    Die Bundespolizei ist die Polizei des Bundes. Sie ist an den Grenzen, auf Bahnhöfen und in Zügen, an Flughäfen und auf See im Einsatz.

    Das sollten Sie wissen
    • Wenn im Zug oder auf dem Bahnhof etwas passiert, ist die Bundespolizei zuständig.
    • Sie schützt außerdem Gebäude und Einrichtungen des Bundes und unterstützt die Polizeien der Länder.
    • Für Fragen gibt es eine kostenfreie Hotline: 0800 6 888 000. Im Notfall wählen Sie die 110.
    Mitmachen

    Ausbildung und Studium bei der Bundespolizei: Informationen im Karrierebereich.

    Quelle: bundespolizei.de, Unsere Aufgaben

  • Berufs- und Freiwillige Feuerwehren · Notruf 112

    Feuerwehr

    Bei Feuer, Unfällen und anderen Notlagen kommt die Feuerwehr, alarmiert über die 112. Freiwillige Feuerwehren gehören zu den Organisationen, in denen sich in Deutschland über 1,7 Millionen Menschen ehrenamtlich im Zivil- und Katastrophenschutz engagieren.

    Das sollten Sie wissen
    • Der Nachwuchs fängt früh an: Die Deutsche Jugendfeuerwehr zählt mehr als 380.000 Kinder und Jugendliche in rund 18.400 Jugendfeuerwehren und über 6.300 Kindergruppen (Stand Ende 2025).
    • Kindergruppen nehmen meist Kinder ab etwa 6 bis 8 Jahren auf, Jugendfeuerwehren ab etwa 8 bis 10 Jahren. Die Grenzen unterscheiden sich je nach Bundesland.
    • Mit 16 oder 18 Jahren wechseln Jugendliche in den aktiven Einsatzdienst.
    Mitmachen

    Den Weg in die Feuerwehr zeigen die Deutsche Jugendfeuerwehr und der Deutsche Feuerwehrverband. Kontakt zur Jugendfeuerwehr

    Quellen: Deutsche Jugendfeuerwehr, Wir über uns; Bundesregierung, Ehrenamt im Bevölkerungsschutz

  • Bundesanstalt · Bundesinnenministerium

    Technisches Hilfswerk (THW)

    Das THW ist die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes. Seit über 75 Jahren leistet es technische Hilfe bei Unglücken und Katastrophen, in Deutschland und weltweit.

    Das sollten Sie wissen
    • Das THW lebt vom Ehrenamt: Rund 88.000 Ehrenamtliche tragen die Arbeit.
    • Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums und arbeitet auf Grundlage des THW-Gesetzes.
    • Zu den Einsätzen gehören auch Ölschäden und internationale Hilfsprojekte.
    • Über die Dienststellensuche auf thw.de finden Sie den Ortsverband in Ihrer Nähe.
    Mitmachen

    Im Ehrenamt mit Grundausbildung, in der THW-Jugend, im Bundesfreiwilligendienst oder hauptamtlich. Auch Arbeitgebende können das THW unterstützen. Ehrenamt beim THW

    Quelle: thw.de, Das THW

  • Bundesbehörde

    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

    Das BBK kümmert sich darum, dass Deutschland auf Krisen vorbereitet ist. Der Zivilschutz, also der Schutz der Bevölkerung vor den Folgen eines Krieges, ist Aufgabe des Bundes.

    Das sollten Sie wissen
    • Vom BBK stammt die Warn-App NINA. Amtliche Warnungen finden Sie auch auf warnung.bund.de und per Cell Broadcast auf dem Handy.
    • Beim Bundesweiten Warntag wird jedes Jahr getestet, ob die Warnung ankommt.
    • Den Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ mit Checklisten gibt es zum Herunterladen oder Bestellen.
    • Für Kinder gibt es „Max und Flocke Helferland“. Viele Inhalte stehen auch in Gebärdensprache und Leichter Sprache bereit.
    Mitmachen

    Das BBK ist eine Behörde. Wer sich engagieren möchte, findet den Weg über die Organisationen auf dieser Seite.

    Quelle: bbk.bund.de, Startseite und Themen

  • Verein · seit 1888 · politisch und konfessionell ungebunden

    Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)

    Der ASB ist Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband zugleich. Rund 70.000 Menschen engagieren sich bei ihm haupt- und ehrenamtlich. Sein Leitsatz lautet „Wir helfen hier und jetzt.“

    Das sollten Sie wissen
    • Der ASB ist im Rettungsdienst und im Katastrophenschutz aktiv.
    • Er bietet Erste-Hilfe-Kurse, Hausnotruf und Pflege an.
    • Ein besonderes Angebot ist der Wünschewagen.
    • Dazu kommen Auslandshilfe und Angebote für Kinder, Familien und Menschen mit Behinderung.
    Mitmachen

    Im Ehrenamt vor Ort, im Freiwilligen Sozialen Jahr, im Bundesfreiwilligendienst, in der Arbeiter-Samariter-Jugend oder als Mitglied. Mitglied werden

    Quelle: asb.de, Über uns

  • Verein · Teil der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung

    Deutsches Rotes Kreuz (DRK)

    Das DRK gehört zur weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. In Deutschland sind rund drei Millionen Mitglieder aktiv, organisiert in 19 Landesverbänden, Kreisverbänden und Ortsvereinen.

    Das sollten Sie wissen
    • Das DRK arbeitet nach sieben Grundsätzen: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.
    • Über den DRK-Blutspendedienst können Sie Blut spenden. Auch der Suchdienst gehört zum DRK.
    • Zum DRK gehören die Bereitschaften, die Wasserwacht, die Bergwacht und das Jugendrotkreuz.
    • Rettungsdienst, Sanitätsdienst, Erste-Hilfe-Kurse und Bevölkerungsschutz gehören ebenfalls zu den Aufgaben.
    Mitmachen

    Als Mitglied, im Ehrenamt, beim Blutspenden oder im Freiwilligendienst. Ehrenamt beim DRK

    Quelle: drk.de, Das DRK

  • Verein · seit 1952 · evangelisch

    Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH)

    Die Johanniter stehen in der Tradition des evangelischen Johanniterordens. Mehr als 44.000 Ehrenamtliche und 35.000 Hauptamtliche arbeiten hier, unterstützt von rund 1,1 Millionen Fördermitgliedern.

    Das sollten Sie wissen
    • Rettungs- und Sanitätsdienst sowie Katastrophenschutz gehören zu den Kernaufgaben.
    • Rettungsdienst und Hausnotruf sind rund um die Uhr erreichbar.
    • Dazu kommen Erste-Hilfe-Kurse, ambulante Pflege, Fahrdienste, Kitas, Hospizarbeit und Auslandshilfe.
    Mitmachen

    Im Ehrenamt, in der Johanniter-Jugend oder hauptamtlich. Ehrenamt bei den Johannitern

    Quelle: johanniter.de, Johanniter-Unfall-Hilfe

  • Verein · seit 1953 · katholisch

    Malteser Hilfsdienst (MHD)

    Der Malteser Hilfsdienst wurde 1953 vom Malteserorden und dem Deutschen Caritasverband gegründet. Rund 58.900 Menschen engagieren sich ehrenamtlich, rund 41.000 hauptamtlich. Geholfen wird unabhängig von Religion, Herkunft oder politischer Überzeugung.

    Das sollten Sie wissen
    • Die Malteser sind im Zivil- und Katastrophenschutz und im Rettungsdienst tätig.
    • Sie bieten Erste-Hilfe-Kurse, Hausnotruf und Menüservice an, dazu Besuchs- und Begleitungsdienste.
    • Auch Hospizarbeit, Palliativversorgung und Trauerbegleitung gehören dazu.
    Mitmachen

    Im Ehrenamt, in der Malteser Jugend oder im Freiwilligendienst. Ehrenamtlich helfen

    Quelle: malteser.de, Über uns

  • Verein · ehrenamtlich geführt

    Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)

    Die DLRG sorgt für Sicherheit im und am Wasser. Sie hat rund 580.000 Mitglieder in rund 2.000 Ortsgruppen. Über 1,3 Millionen Menschen unterstützen sie mit Spenden.

    Das sollten Sie wissen
    • Die DLRG bringt das Schwimmen bei, bildet Rettungsschwimmende aus und klärt über Gefahren am Wasser auf.
    • Über 42.000 Rettungsschwimmende bewachen jedes Jahr Badestellen und Wassersport, zusammen mehr als 2,5 Millionen Stunden.
    • Mit über 100 Wasserrettungszügen ist die DLRG Teil des Katastrophenschutzes.
    • Die DLRG-Jugend zählt rund 340.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.
    Mitmachen

    In einer Ortsgruppe in Ihrer Nähe oder mit einer Spende. Zur DLRG

    Quellen: dlrg.de, Die DLRG; dlrg-jugend.de

  • seit 1865 · finanziert aus Spenden

    Die Seenotretter (DGzRS)

    Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hilft Menschen in Not auf Nord- und Ostsee. 180 Festangestellte und 800 Freiwillige sind mit 60 Rettungseinheiten auf 54 Stationen im Einsatz (Stand 2025).

    Das sollten Sie wissen
    • Die Seenotretter finanzieren ihre Arbeit nach eigenen Angaben ausschließlich aus freiwilligen Spenden, ohne Steuergelder.
    • 2025 rückten sie 1.723 Mal aus und halfen 3.389 Menschen.
    • Im Seenotfall erreichen Sie die Rettungsleitstelle See (MRCC Bremen) rund um die Uhr unter 0421 53687-0 oder über UKW-Kanal 16.
    Mitmachen

    Als Teil einer Crew, im Ehrenamt an Land oder mit einer Spende. Spenden und helfen

    Quelle: seenotretter.de, Wer wir sind

Notfallwissen

Weitere Organisationen im Porträt

Nicht jede Organisation, die für Ihre Sicherheit im Alltag wichtig ist, hat eigene Einsatzkräfte. Im Blog Notfallwissen stellen wir nach und nach weitere vor. Den Anfang macht die Björn Steiger Stiftung.

Selbst aktiv werden

Jede Hilfe beginnt mit Menschen, die mitmachen

Ob Feuerwehr, THW oder Hilfsorganisation: Fast überall können Sie sich ehrenamtlich engagieren. Ein guter erster Schritt ist ein Erste-Hilfe-Kurs.

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Unser Projekt

Der Notfall-Navigator

Der Notfall-Navigator soll im Ernstfall helfen, die richtige Nummer zu wählen und Schritt für Schritt Erste Hilfe zu leisten, auch ohne Netz. Derzeit gibt es einen Prototyp, den Sie ausprobieren können.

Was die App bieten soll

  • Rettermodus: führt Schritt für Schritt durch einen akuten Notfall.
  • Einschätzungshilfe: hilft einzuordnen, wann Sie den Notruf wählen sollten.
  • Alle Kerninhalte sollen auch ohne Netz funktionieren.